Berichte

 

10.04.2011

Jahreshauptversammlung des TV Schönwald
 
Der Vorsitzende Werner Richter hatte in diesem Jahr gleich zu Beginn der Sitzung einen unglücklichen Umstand zu kommentieren, fanden doch immer weniger Mitglieder den Weg in die wichtigste Sitzung des Jahres.
Erneut musste der TV einen Mitglieder-Rückgang verzeichnen. 20 Austritte, die meisten im Jugendbereich, ließen die Verantwortlichen aufhorchen, um das Angebot attraktiver zu gestalten. Kritik übte Richter an der Volkshochschule, die mit ihren Angeboten die Vereinsarbeit immer wieder beschneide. Doch auch kommerzielle Anbieter stehen in Konkurrenz zu den einzelnen Sparten.
So sei es auch nicht verwunderlich, dass sich in Sachen Mitgliedsbeiträge etwas ändern würde. Die Kosten für die Liegenschaften, Energiekosten, Startgelder, Meldegebühren und ähnliches übersteigen mittlerweile mit einem Betrag von fast 40.000 €  die Einnahmen durch die Mitgliedsbeiträge erheblich. Nur durch Sponsoren und mit der Förderung der Stadt Schönwald lässt sich der Vereinsbetrieb aufrecht halten. In diesem Zusammenhang dankte der Vorsitzende den zahlreichen Investoren, allen voran der Sparkasse Hochfranken.  
So kündigte Richter an, dass sich die Beiträge im kommenden Jahr leicht erhöhen werden, diese aber trotzdem noch deutlich unter denen der Nachbarvereine liegen.
Großes Sparpotenzial liegt vor allem in den Eigenleistungen der Mitglieder. So erbrachten die Aktiven für Arbeiten an den Gebäuden sowie Übungsstunden über 2000 Stunden im vergangenen Vereinsjahr.
Zudem engagiere man sich für eine äußerst geringe Aufwandsentschädigung in den Arbeitsgemeinschaften in Zusammenarbeit mit der Volksschule.
Ein zentraler Punkt stellte die Sanierung der Schulsporthalle dar, da viele Sparten auf diese angewiesen sind. Verhandlungsgeschick und Organisationstalent waren gefragt, um diese schwierige Zeit zu überbrücken, vor allem weil bislang kein Termin zur geplanten Fertigstellung eingehalten werden konnte.
Mit einem kurzen Rückblick auf die Veranstaltungen und dem Dank an alle Aktiven beschloss der Vorsitzende seine Ausführungen.
 
Der Kassenbericht fiel unter dem Strich positiv aus, da der selbstverordnete strikte Sparkurs und die Nutzung der Förderung den erhofften Erfolg brachten.
 
Aus den einzelnen Abteilungen gab es nicht immer nur Gutes zu berichten. Aus den Turn- und Gymnastikgruppen ließen sich konstante Teilnehmerzahlen vermelden, die Handballsparte wies eine sehr gute Bilanz aus und auch in der Judo-Abteilung zeichneten sich gute Erfolge ab. Im Bereich Tischtennis hingegen konnte mangels Spieler keine Spielrunde im Jugendbereich durchgeführt werden, der Abteilung Badminton drohen auf Grund der momentan schlechten Hallensituation die Mitglieder davonzulaufen und auch in der Leichtathletik war im Jugendbereich eine starke Abwanderung erkennbar. Dafür punkteten hier die „alten Hasen“ mit besten Platzierungen, allen voran Gerhard Sextl. Der landesoffene Werfertag war das Highlight des Sportjahres.
 
Nach der einstimmigen Entlastung der Vorstandschaft und der Bildung eines Wahlausschusses wurden die Neuwahlen durchgeführt. Vorsitzender Werner Richter wurde mit großer Mehrheit wieder gewählt. Ihm zur Seite steht nach dem Ausscheiden von Wilma Rentsch ab jetzt Stefan Trimborn als Stellvertreter. In der Judo-Abteilung hält nun Armin Herold als neuer Spartenleiter die Fäden in der Hand. Ansonsten wurden die bisherigen Verantwortlichen zumeist einstimmig in ihren Ämtern bestätigt.
 
In den Grußworten der Stadt Schönwald griff die Zweite Bürgermeisterin Andrea Veit die Vereinsarbeit als eine wichtige Säule des gemeinschaftlichen Lebens in der Stadt auf. Im Zusammenhang mit der „Neuen Mitte“ machte sich dann Unmut unter den Anwesenden breit, da die Zustimmung zum vorzeitigen Baubeginn des zweiten und dritten Bauabschnitts noch aussteht. Diese tangieren unter anderem auch den Sportplatz des Turnvereins. Hier fürchteten einige, dass die versprochenen Umbaumaßnahmen der schwierigen finanziellen Haushaltssituation zum Opfer fallen könnten.
Frau Veit führte weiterhin aus, dass die Schulsporthalle zum Ender der Osterferien fertiggestellt sein soll.
 
Zum Abschluss stellte Werner Richter die Aufstellung der notwendigen Arbeiten an den Gebäuden vor, die  mit Hochdruck vorangetrieben werden sollen, da für 2013 bereits die Planungen für die Feier zum 125jährigen Bestehen beginnen.                       

 

 

Die neu gewählte Vorstandschaft.
v.l.n.r.: Hartmut Lochschmidt, ehemaliger 2. Vorstand Wilma Rentsch, Stefan Trimborn, Werner Richter und Jörg Schuster